Die Kirche San Pietro in Gardola, Tignale

Veröffentlicht auf von Chiara tebaide

Die Kirche San Pietro in Gardola, Tignale

Ungefähr 200 Meter entfernt der Ortschaft Gardola, befindet sich die San Pietro Kirche. Romantisch gelegen befindet sich diese auf einem malerischen, kleinen Hügel und trägt bis heute den Zusatznamen „Burg“. Bevor in den 70er Jahren die Ausgrabungen begannen, deutete der Altartisch auf ein antikes Entstehungsdatum hin. Vielen Nachforschungen zufolge lässt sich auf einen Ursprung in der römischen Zeit schließen. Dies ist jedoch nicht vollkommen sicher. Der Altartisch erhält seine Besonderheit durch die rosa Farbe des Steines. Eventuell stammt dieser aus dem Steinbruch Tignales. In diesem Falle handelt es sich um einen besonderen Stein, denn in dieser Gegend wurde, um diese Zeit, lediglich weisser Stein verarbeitet.

Die Fassade der Kirche wurde im Ersten Weltkrieg demoliert, denn hier wurden Lastwagen untergestellt. Umgestaltet wurde das Theater in den 50er Jahren schließlich zu einem Theater. Hierfür wurde der Altar nach Olzano, ins Oratorium, gebracht. Hier kann er auch heute noch bewundert werden.

Bei Bauarbeiten wurde schließlich ein Schacht freigelegt, in dem ein Reliquienschrein gefunden wurde. Die darauf verarbeiteten Kreuze und der kurvenförmige Rahmen deuten auf eine Entstehungszeit im IV. Jahrhundert hin. Die bisherigen Ausgrabungen wurden im Jahre 2002 genauer untersucht. Hierbei wurde festgestellt, dass die Schichtfolge auf mindestens acht unterschiedliche Bauphasen hinweist.

So ist die Kirche San Pietro in Gardola eine große Besonderheit und absolut sehenswert.

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